18. November 2022

Räumung Obdachlosen-Treffpunkt


Nach der völlig missglückten Räumung des Obdachlosen-Treffpunkts in einem Tunnel am Gladbacher Hauptbahnhof hat die Soforthilfe für die betroffenen Menschen Priorität. Danach braucht es eine sachliche Aufklärung der Aktion und vor allem Entscheidungen über eine bessere dauerhafte Hilfe für die Obdachlosen in unserer Stadt.

Dazu ein paar Gedanken und Ideen:

1. Es ist gut, dass der Oberbürgermeister sich entschuldigt hat. Ihm oder der Verwaltung zu unterstellen, dass ein solches Ergebnis gewollt war, ist völliger Unsinn. Es ist auch gut, dass die GEM heute Schlafsäcke und andere Materialien verteilt hat.

2. Opfer sind die Obdachlosen - aber wir sollten auch sachlich mit den eingesetzten Kräften von Müllabfuhr und Ordnungsamt umgehen. Sie hätten - unabhängig von der Durchführung des Einsatzes, der nun aufgearbeitet wird - nicht in eine solche Situation gebracht werden dürfen.

3. Warum sind bei einem so sensiblen Auftrag die bekannten Streetworker und Organisationen der Obdachlosenhilfe nicht eingebunden worden? Sie hätten im Vorfeld und auch bei der Aktion selbst durch das persönlich aufgebaute Vertrauen sicher eine derartige Eskalation verhindern können.

4. Dieses Kommunikationsversagen in der Verwaltungsspitze muss im nächsten Sozialausschuss und im Stadtrat aufgeklärt werden und dafür tragen der Oberbürgermeister und die zuständigen Dezernenten die Verantwortung.

5. Unabhängig von dem Vorfall ist eine dauerhafte Stärkung der Obdachlosenhilfe dringend notwendig. Die CDU hatte schon vorher Anträge für die Haushaltsberatungen vorbereitet, die zusätzliche Mittel vorsehen. Damit soll insbesondere ein bereits erfolgreich begonnenes Projekt der Diakonie zur Hilfe Obdachlosen Frauen weiter unterstützt, sowie die Obdachlosenhilfe gestärkt werden.

Foto: Archivaufnahme Februar 2022 als wir bei einem Rundgang mit den Streetworkern der Diakinie über mögliche Hilfen für die Obdachlosen Menschen in der Innenstadt gesprochen haben.

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