Schulvielfalt in Mönchengladbach erhalten

Die Initiative „Schulvielfalt“ sammelt bis zum 28. Januar Unterschriften für das Bürgerbegehren. So soll die Entscheidung von SPD, FDP und Grünen korrigiert werden, die Hauptschulen in Neuwerk und Odenkirchen zu schließen. Ich unterstütze dies, weil die verbliebenen Hauptschulen gut funktionieren, in kleineren Klassen gute Arbeit leisten und vor Art angenommen werden. Die von der Ampel geplante neue Nutzung mit Gesamtschulplätzen kostet viel Geld ohne wirklich neuen Schulraum zu schaffen. Undemokratisch finde ich auch die Weigerung von SPD, Grünen und FDP, die Frist für das Bürgerbegehren angesichts der Pandemielage nicht zu verlängern und die rechtlichen Spielräume nicht zu nutzen.

 

2014 hat das Land NRW gemeinsam den Schulfrieden geschlossen und die Debatten um „das richtige Schulsystem“ auf Kosten der Schüler beendet. Es ist daher sehr schade, dass in der Stadt dieser Frieden nun gebrochen wurde. Anstatt über Schulsysteme zu diskutieren, die jeder Schüler anders empfindet und jeder kommt in einem anderen System zu Recht, sollten wir lieber über die Inhalte unserer Schulen sprechen. In Zukunft erwarten uns große Herausforderungen im Bereich Digitalisierung von Schulen, das hat vor allem die Corona-Pandemie gezeigt. Auch der Lehrermangel ist weiterhin ein reales Problem. Wir haben seit 2017 entschlossen den Unterrichtsausfall bekämpft – erstmals haben wir die Daten überhaupt erfasst und ausgewertet. Außerdem mehrere tausend neue Stellen geschaffen. Aber es dauert bis die Versäumnisse aus der Zeit vor 2017 aufgeholt sind, denn Lehrer sind nicht innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten ausgebildet. Wobei auch das Seiteneinsteiger-Programm sehr erfolgreich läuft.

 

Aber anstatt sich mit diesen Themen der Gegenwart und Zukunft zu beschäftigen, müssen wir uns nun mit Themen der Vergangenheit beschäftigten, die eigentlich beendet sein sollten. Aber hier sollen aufgrund von Systemfragen zwei funktionierende Schule geschlossen werden. Mit aller Macht wollen SPD, Grüne und FDP dieses ideologische Ziel umsetzen.

 

Gerade in Corona-Zeiten ist dies ein völlig falsches Signal. Wir haben im Land das große Programm „Aufholen nach Corona gestartet“. 430 Millionen Euro werden bereit gestellt mit Unterstützung des Bundes. Dafür gibt es „Extra-Zeit“, „Extra-Geld“ und „Extra-Personal“ an den Schulen. Aber was passiert eigentlich mit Schülern der fünften Klassen an den Hauptschulen in Neuwerk und Odenkirchen, wenn sie im Sommer ein Jahr wiederholen müssen? Geht es nach der Ampel in Mönchengladbach müssten sie dann sogar an eine andere Schule wechseln!

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