Verstärkt auf Digitalisierung setzen

Jeder im Raum kann eigene Erlebnisse mit Bus und Bahn – Verspätungen, Ausfälle – beschreiben. Doch bei unserer Veranstaltung sollte es um konkrete Ideen für Verbesserungen gehen. Dazu kam der neue Vorstandssprecher des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) Oliver Wittke in das neue Gebäude am Rheydter Hauptbahnhof zum Austausch.

 

Wittke mahnte selbstkritisch eine bessere Zusammenarbeit der Anbieter an. Und vor allem eine Vereinfachung der bisherigen Angebote. 650 verschiedene Ticketarten gebe es im Moment – das soll in den kommenden Monaten drastisch vereinfacht werden. Dabei helfe auch die Technik und das Handy, mit dem per App mittlerweile kilometergenaue Abrechnungen der gefahrenen Strecke im Sinne der Kunden möglich seien. Vertreter des Seniorenrats bei der Veranstaltung mahnten hierbei an, dass hier beim Übergang auf die neuen Techniken auch ältere Menschen ohne Handy oder mit Schwierigkeiten bei der Bedienung nicht vergessen werden.


Wittke machte auch deutlich, dass in die Infrastruktur der Bahn viele Jahre zu wenig investiert worden sei. Jetzt gebe es einige Großbaustellen und dringend notwendige Sanierungen, die jedoch in der Bauphase für Umleitungen, Ausfälle und Verspätungen sorgen. Der Pro Bahn Bundesvorsitzende Detlef Neuß, der aus Mönchengladbach kommt, bestätigte diese Einschätzung. Künftig gelte es auch bei der Zugsteuerung verstärkter auf Digitalisierung zu setzen – andere europäische Länder sind da schon weiter.

 

Lobende Worte fand der VRR-Vorstandsvorsitzende nicht nur für das neue Gebäude am Hauptbahnhof, sondern auch für die Idee dort den Ankermieter „Polizei“ einziehen zu lassen. „Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass viele Menschen Bus und Bahn nutzen“, so Wittke.

 

Henry Ferl und die anwesenden Kollegen aus der Politik nahmen viele Anregungen der Bürger – auch in Richtung NEW und die Busse in Mönchengladbach auf. Außerdem berichtete Ferl aktuell aus dem Mobilitätsausschuss und die laufenden Umbauarbeiten am Bahnhof in Odenkirchen.

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